Hier finden Sie Informationen über die Geschichte des SV 1951 Moosbrunn e.V.

 

Ob Gründung, erster Fußballplatz, der Bau des Sportheims oder einen Überblick über vergangene Ortsmeisterschaften - hier erfahren Sie es!


Die Gründung


In den frühen fünfziger Jahren trafen sich die jungen Männer des Ortes vor der alten Schule (heute das Haus von W. Zimmermann) in Moosbrunn, um auf der Straße Fußball zu spielen. Nach dem Spiel saß man in geselliger Runde auf der Bank vor dem Schulhaus zusammen. Der Schullehrer Walter Heiß machte den jungen Burschen den Vorschlag, die Freizeitbeschäftigung Fußball etwas besser zu strukturieren. Er schlug ihnen vor, jeden Sonntag Vormittag ein Training zu leiten und einen Fußballverein zu gründen. Später wurde der Gründungstag des Fußballvereins auf den 28.07.1951 datiert, der Tag an dem Walter Heiß der Dorfjugend die Initialzündung für die Gründung gab. Dem damaligen Gründer und den Fußballfreunden machte es nichts aus, dass noch kein Sportgelände zur Verfügung stand. Da das sonntägliche Training aber nicht auf der Straße stattfinden sollte, hat man schnell einen neuen Platz ausfindig gemacht. Auf einer Wiese am Ortsrand, genauer gesagt gegenüber dem heutigen Anwesen von U. Buschbacher (Klingenwiese), trainierte der Volksschullehrer Walter Heiß jeden Sonntag die Dorfjugend.

Der Fußball gehörte nach dem Krieg zu einer der wenigen und damit gleichzeitig zu der wichtigsten Freizeitbeschäftigung der jungen Männer in der neu gegründeten Bundesrepublik.

Interessant ist die Tatsache, dass es zu dieser Zeit nur einen Spieler gab, der richtige Fußballstiefel besaß. Außer Alex Göhrig, der bereits bei Mannheim 08 die Jugendfußballschule durchlief, spielten alle anderen Kicker mehr oder weniger gut mit ihren Arbeitsstiefeln. 1952 stieß dann noch ein zweiter "Kickschuhbesitzer", Heinz Hochgeschwender, ebenfalls aus Mannheim, zur Mannschaft. Diese beiden waren es auch, die der Mannschaft mit Spendengeldern die ersten Trikots beschafften. Im Ausverkauf konnten Sie 1952 in Mannheim (Breite Straße) blaue Trikots mit gelbem Kragen und gelben Manschetten, dazu rote Hosen und blaue Stutzen erstehen. Die Spendengelder kamen durch Privatspenden und durch den Erlös eines Theaterabends der Theatergruppe des Gesangvereins Moosbrunn zusammen.

Da zu diesem Zeitpunkt die Frage der Vereinsfarben noch nicht geklärt war, wählte man eine Variante mit der später alle Möglichkeiten abgedeckt werden konnten.


Der erste Fußballplatz


Walter Heiß forderte von Beginn an vom damaligen Bürgermeister Heinrich Hoffmann, dass die Dorfjugend unbedingt einen richtigen Sportplatz benötige und die Klingenwiese nur eine Übergangslösung sein kann.

Nach reichlichen Überlegungen und diversen Gesprächen mit dem Bürgermeister, stellte die Gemeinde Moosbrunn den Fußballern 1953 ein Gelände bei der ehemaligen Schießanlage des Sportschützenvereins Moosbrunn (heute Parkplatz hinter dem Sportheim) kostenlos zur Verfügung. Der Initiator Walter Heiß hatte aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in Guatemala sehr gute englische Sprachkenntnisse und unterhielt zudem beste Beziehungen zu amerikanischen Freunden bei der US-Army in Heidelberg. Nachdem die Geländefrage geklärt war, machte sich Heiß auf den Weg nach Heidelberg, um mit seinen Freunden über die weitere Vorgehensweise zu sprechen. Im gleichen Jahr noch rückte ein amerikanisches Truppenkommando mit Jeeps und Bulldozern in Moosbrunn an.

Für das kleine Dörfchen war dies ein großes Schauspiel. Alle Kinder versammelten sich auf dem Sportgelände und wurden von den Amerikanern mit Schokolade und Kaugummis versorgt. Neben dem heutigen Sportgelände schlug die US-Army ein Camp auf und begann mit dem Einebnen des Sportplatzes im Gemeindewald. Das Lager und speziell die Fahrzeuge mussten die Moosbrunner Fußballer nachts bewachen. Walter Heiß war der Kontaktmann zwischen den Amerikanern, Bürgermeister Hoffmann und den Fußballern, da er der einzige war, der sich mit Ihnen verständigen konnte. Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner das Lageressen satt hatten und regelmäßig im Gasthaus „Zur Traube“ mit Speisen und Getränken versorgt wurden. Dort erhielten sie auch die genauen Instruktionen wie man sich von Moosbrunner Seite das Sportgelände vorstellte. Die Restarbeiten erledigten die Vereinsmitglieder in Eigenregie. Natürlich entsprach der Sportplatz nicht den heutigen Vorstellungen eines Fußballfeldes, aber für die damalige Zeit war der Platz eine Sensation für die kleinste der Odenwaldgemeinden. Die Moosbrunner konnten sehr stolz auf das bisher Erreichte sein.

In den Anfängen wurden meist Freundschaftsspiele oder kleinere Turniere veranstaltet, weil der Spielbetrieb noch nicht in der Form, wie wir es heute kennen, organisiert war. U.a. standen regelmäßige Spiele gegen die Dorfauswahlmannschaften aus den umliegenden Ortschaften wie z.B. Michelbach, Schwanheim, Haag und Allemühl auf dem Programm. Da es zu dieser Zeit noch nicht üblich war, dass jeder ein Auto oder Motorrad besaß, erreichte man die gegnerischen Sportplätze mittels eines Holzvergaserfahrzeuges von Willy Knopf. Später reisten die Moosbrunner mit dem Postbus, der über die Post Eberbach reserviert werden musste und einem extra hierfür abgestellten Fahrer (Franz Willner) zu den Auswärtsspielen an.

Im Juli 1954 fand im Rahmen eines großen Festaktes die Einweihung des neuen Sportplatzes statt. Angeführt von Lehrer Walter Heiß, Martin Heiß, dem damaligen 1. Vorsitzenden und Bürgermeister Heinrich Hoffmann marschierten die aktiven Moosbrunner Fußballer unter den Augen der zahlreich erschienenen Zuschauer auf dem neuen Sportplatz ein. Übrigens waren die Moosbrunner auch hier schon ihrer Zeit weit voraus, denn die Torlatten waren in den späteren Vereinsfarben weiß/rot/weiß gestrichen. Das Eröffnungsspiel fand gegen die befreundete Auswahl aus Michelbach statt. Das Spiel endete 3:2 für die Moosbrunner.


Fußball in den Gründertagen / Das erste Sportheim


In den Jahren nach der Vereinsgründung schlossen sich auch Fußballer aus Allemühl, Schönbrunn und Schwanheim dem Verein an.

In den ersten Jahren nach der Vereinsgründung, bevor es überhaupt eine Verbandsrunde gab, wurden die Spiele mit den Nachbarvereinen schriftlich ausgemacht und terminiert. Regelmäßig mussten die Moosbrunner Fußballer 12 bis 19 Gegentore hinnehmen.

Dies sollte sich auch in den ersten Jahren, als man aktiv an der Verbandsrunde teilnahm (ab 1955), nicht ändern. Die Moosbrunner waren immer gern gesehene Gäste. Die Rhein-Neckar-Zeitung nahm dies sogar zum Anlass, einen Bericht über die Fußballer aus dem kleinen Odenwalddörfchen zu schreiben, welche trotz ständig hoher Niederlagen eine tolle Kameradschaft bewiesen und immer mit Spaß bei der Sache waren.

1959 wurde das ehemalige Sporthäuschen erbaut und die Umzäunung um den Platz angebracht. Bauleiter und Planer war der Sportkamerad Martin Heiß, damals 1. Vorsitzender des Vereins und später auch zum Ehrenmitglied (23.01.1981) ernannt.

Die Gesamtkosten beliefen sich für damalige Zeiten auf die beachtliche Summe von 11.000 DM.


Noch im weiteren Aufbau...




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